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Aus diesem Grund bringt dich deine Diät nicht weiter

von | 24. Mai 2017 | Intervallfasten, Intervalltraining | 5 Kommentare

Einfach und leicht abnehmen, du willst sozusagen das Gewicht so leicht loswerden wie du es dazu gewonnen hast. Machbar? Ja das ist machbar und in diesem Artikel erkläre ich dir , wie und wo du ansetzen kannst. Du erfährst zusätzlich welchen Mythen und Märchen du besser nicht glaubst. OK, here we go:

Weniger Essen, mehr bewegen. Das ist das bekannteste Abnehm-Prinzip und leider auch das Untauglichste. Es funktioniert zwar, ist aber mühsam. Langfristig ist dieses System zum Scheitern verurteilt.

Lass uns trotzdem kurz darüber sprechen, warum dieses Konzept von „eat less – move more“ nicht funktioniert. Dann ist dir nämlich klar, was stattdessen für dich funktioniert!

Weniger Essen

Klar irgendwie sollte es wohl „weniger Essen“ sein? Wobei es nicht um „weniger Essen“ geht, gemeint und oft auch gesagt, geht es um „weniger Kalorien“. Denn diese Reduktions-Diäten basieren auf der Annahme, dass dein Körper beziehungsweise dein Stoffwechsel eine bestimmte Anzahl von Kalorien verbrennt um so durch den Tag zu kommen.

Nimmst du weniger Kalorien zu dir als du verbrauchst – nimmst du ab. Einfache Thermodynamik, klingt soweit ganz logisch und klar. Schon mal vorneweg – das stimmt leider so nicht, aber dazu später. Würde Abnehmen so funktionieren wäre Körperfettreduktion extrem einfach und wir hätten nicht so viele Übergewichtige.

Die Willenskraft fehlt?

Die unwissenden Freunde dieser Art von Thermodynamik setzen dann meist noch eins drauf und sagen, wenn du dich mehr bewegst, verbrauchst du mehr, also beweg deinen fetten faulen Arsch und verbrenne Kalorien. Sprich die normale Diät – weniger Essen, mehr Bewegung – hat einfach mit ein wenig Willenskraft zu tun.theorie intervallfastenplan

Diese Menschen erklären dir, wenn du zu fett bist, bist du schlicht zu willensschwach und zu faul. Vermutlich frisst du auch zu viel. Sollte der Jo-Jo Effekt zuschlagen, du kennst das sicher: „Willensschwach, faul und verfressen“.

Dir wird unterstellt das du nicht richtig beobachtest was du wirklich alles so isst. Du achtest angeblich nicht auf versteckte Fette, frisst dauernd nebenher, trinkst zu viel Alkohol, isst überhaupt zu fett und machst dir keinen Kopf über deine Ernährung. Bist eben ein fettes faules Schwein.

Stopp!

Zieh dir diese Idiotenkommentare nicht rein. Die meisten Übergewichtigen die ich kennen gelernt haben waren NICHT willensschwach. Viele davon waren NICHT verfressen, sondern haben extrem diszipliniert gegessen. Das sage ich nicht nur, weil ich einer davon war der sich den gleichen Quark anhören musste. Ok, ich bin schon ein wenig verfressen. 😉

Falsche Theorie

Was ist denn nun falsch an dieser Theorie? Diese Theorie vom Menschen als simpler kalorienverbrennender Maschine ignoriert auf wahnsinnige Weise die Funktionen und Regelmechanismen im Körper.

Unser Körper ist ein Wunderwerk, die Evolution hat uns unglaublich gut und leistungsfähig entwickelt. Wir sind keine simple Heizung/Maschine, die irgendwelchen Brennstoff in Bewegung und Wärme umwandelt. Egal welcher Brennstoff, rein in den Ofen bis es schön warm ist und dann nachlegen. So simpel wie die Thermodynamik-Verfechter und Kaloriendefizitvertreter das gerne hätten ist es leider nicht.

Wenn dein Körper weniger Kalorien bekommt, als er üblicherweise benötigt fängt er an zu sparen. Damit der Verbrauch nicht höher ist als die Zufuhr. Wenn du weniger hast, lernst du mit weniger auszukommen. Dann reicht das Wenige!

Du isst weniger und nimmst nicht ab. Dein Körper fährt die Temperatur in den Extremitäten etwas nach unten. Du merkst das an kalten Händen und Füssen und das dir schnell kalt ist. Dein Körper spart so einige Prozent (bis zu 30%) an Energie ein. Dein Metabolismus geht nach unten, du isst weniger, nimmst trotzdem nicht mehr ab. Dein Körper kann die Zahl der verstoffwechselten Kalorien tatsächlich um etwa 30% variieren.

Jo-Jo Effekt

Der richtige Hammer kommt in dem Moment, in dem du die Schnauze von der Darberei und Quälerei voll hast und wieder ein wenig mehr isst. Dein Körper ist effektiver geworden. Er spart jetzt noch besser, das hat er gelernt. Wer in der Natur spart, der überlebt. Du kannst jetzt noch besser überleben (sparen).Intervallfasten ohne Jo-Jo Effekt

Sobald du für deine Verhältnisse wieder „normale Mengen“ zu dir nimmst, hast du, dank der neu erlernten Sparfähigkeiten, noch mehr Zuviel als zuvor. Du nimmst noch schneller wieder zu. Soweit passt die Thermodynamik schon, die lässt sich allerdings auch zu deinem Vorteil nutzen. Wie? Erkläre ich dir gleich noch.

Sport und wenn ja wie viel?

Dann eben mehr Bewegung. Am Besten im idealen Fettverbrennungsbereich, Fettverbrennungspuls hatte eine Firma das genannt, die ihre Pulsmesser verkaufen wollte. Auch so ein Quark. Fett wird bei Bewegung theoretisch immer verbrannt (zumindest wenn die hormonelle Grundsituation stimmt). Die niedrig intensive Bewegung verbraucht auch nur wenig Energie, verbrennt also nur wenig Fett.

Hohe Intensität verbrennt viel Energie, damit auch viel Fett. Beim Abnehmen solltest du deshalb kurze richtig anstrengende Einheiten machen. Das ist effektiver als die Ausdauer- oder Cardioeinheiten.

Krafttraining, idealerweise Maximalkrafttraining mit wenigen Wiederholungen ist die ideale Begleitung zum Abnehmen. Hoch intensives Intervalltraining (HIIT) funktioniert auch.

Kurz, knackig und hart. Interessanterweise ist danach nicht nur dein Hunger reduziert, sondern auch noch die Verbrennung, dein Metabolismus, erhöht. Durch diesen durch den Sportstress erhöhten Stoffwechsel verbrennst du etwas mehr.

Kleinvieh macht auch Mist! Habe ich in diesem Artikel schon darauf hingewiesen. Dennoch funktioniert Sport alleine nicht, wenn es dir ums Abnehmen geht. Sport ist eine gute Unterstützung, er ist auch ein weiterer Beitrag zu guter Gesundheit. Wenn jedoch Abnehmen dein Ziel ist musst du auch an der Ernährungsschraube drehen.anstrengung sport abnehmen hiit

Maximalkraft oder HIIT

Für die Bewegung hast du jetzt die Lösung. Kurze und harte Sporteinheiten. Entweder Maximalkrafttraining (bitte nur nach kompetenter Anleitung) oder hochintensives Intervalltraining. Im Intervall-Konzept integriere ich deshalb für dich ein spezielles Intervall-Training.

Lösung des Essensdilemmas

Jetzt brauchen wir noch eine Lösung für das Essensdilemma und den Sparwillen des Körpers. So ganz lässt sich die Thermodynamik natürlich nicht ignorieren. Weiter oben hatte ich bereits geschrieben, dass einfach weniger Essen nicht als Lösung taugt und warum das so ist. Was tun?

Die Lösung ist einigermaßen simpel, wenn du weißt wie dein Körper in Bezug auf Fettverbrennung und Fettspeicherung funktioniert. Nimmst du bestimmte Nahrung zu dir, wird ein Schalter aktiviert, der diese Nahrung verteilt. In erster Linie geht es um einen sehr kritischen Nahrungsbestandteil, der im Blut nur in sehr geringen Mengen vorkommt. Rätst du schon was es ist?

Du hast von diesem Nährstoff etwa die Menge eines Teelöffels im Blut. Ist deutlich mehr davon im Blut, würde das zu massiven Schädigungen führen. So fällst du zum Beispiel in ein Koma, wenn zu viel von diesem Nährstoff im Blut ist. Richtig, wir reden hier über Zucker.

Zucker der heimliche Übeltäter

Zucker ist aber nicht nur Zucker. Alle Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen. Kohlenhydrate sind sozusagen Zuckerketten. Isst du Nudeln, Brot oder andere Stärke-, respektive kohlenhydratreiche Nahrungsmittel flutest du deinen Stoffwechsel mit Zucker.

Dieser Zucker muss schnellstmöglich aus dem Blut um Schäden zu verhindern. Deshalb schüttet der Körper ein Hormon aus um die anderen Stoffwechselvorgänge zu stoppen und den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu verlagern und sie in harmloses Fett umzuwandeln.

Zucker = Fett!

zucker abnehmen obstDu merkst etwas: Zucker wird im Körper zu Fett. Der Körper nimmt die Energie aus dem (gefährlichen) Zucker und speichert sie als harmloses Fett. Damit dieser Vorgang aktiviert wird schüttet der Körper das Hormon Insulin aus. Insulin sorgt dafür, dass der Fettabbau gestoppt wird und der Zucker aus dem Blut in die Zellen kommt und zu Fett umgebaut wird.

Kein Insulin, kein Fettaufbau. Im Grossen und Ganzen betrachtet ist es tatsächlich so simpel.

Proteine und Zucker in deiner Nahrung lassen den Insulinspiegel ansteigen. Proteine, auch als Eiweiß bezeichnet, benötigt dein Körper für viele Stoffwechselvorgänge. Auf Proteine (Eiweiß) kannst du deshalb langfristig nicht verzichten. Auf Kohlenhydrate und Zucker schon.

Dein Körper braucht keine Zufuhr von Kohlenhydraten. Für bestimmte Zellen ist zwar ein kleines bisschen Zucker nötig, den kann der Körper jedoch ganz locker selbst herstellen. Du brauchst keine Kohlenhydrate zuzuführen. Eiweiß ist essentiell und bestimmte Fette sind das auch. Kohlenhydrate respektive Zucker nicht.

Die Lösung

Damit sind wir dann auch schon bei der Lösung deines Gewichtsproblems angelangt. Wenn du Kohlenhydrate isst schüttet der Körper das Hormon Insulin aus. So wird der Stoffwechsel in Richtung Zuckerverarbeitung und Fettaufbau getrimmt. Keine Kohlenhydrate bedeutet weniger Insulin. Das bedeutet öffnen der Fettspeicher, Fettverbrennung und damit genau das, was du willst.

Eine sogenannte Low-Carb (kohlenhydratarme) Ernährung ist damit der wichtigste Bestandteil deines Abnehmerfolges.

Im Intervall-Konzept kombiniere ich daher eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten (low-carb), Intervall-Essen (Intervallfasten) und Intervalltraining. Und schon geht Abnehmen leicht, einfach und schnell!

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Bildquellen: Depositphoto: © vladvitek© fotomircea© etiamos© photography33; ©sasimoto

Ralf Gabler PorträtÜber den Autor: 

Mein Name ist Ralf Gabler, geboren 1964 und führe eine Heilpraktiker Praxis in Rottweil. Seit über 25 Jahren kümmere ich mich als Heilpraktiker, Hypnosecoach und Personal-Fitness Trainer um das Wohlbefinden von Selbstständigen und Unternehmern mit 50plus.

5 Kommentare

  1. Elke

    Hallo Ralf,

    Alles gut erklärt, das deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen, aber in deinem Konzept vermisse ich den Faktor Stress, Entspannung, unbewusste Glaubenssätze, für mich sind das Themen, die den Abnehmerfolg langfristig sichern, oder teilweise überhaut erst ermöglichen. Wie siehst du das?

    Herzliche Grüße
    Elke

    Antworten
    • ralfgabler

      Hallo Elke,
      danke für deine Zustimmung. Und mal wieder, ist deine Frage eine sehr spannende! Thema für einen eigenständigen Artikel im Laufe der nächsten Zeit. Danke für die Anregung.
      Herzliche Grüße
      Ralf

      Antworten
      • Elke

        Hallo Ralf,
        spannend ist das ganze Thema
        “Wohlfühlgewicht” erreichen und behalten! Die komplexen Zusammenhänge machen es aus, die Wechselwirkungen zwischen Ernährung/Fasten, Bewegung und Entspannung/Stress, und die optimale Abstimmung auf die Individualität des menschlichen Körpers. Es ist ja Alles mit Allem verbunden, man könnte es auch systemisch betrachten.
        Wichtig ist, das es einfach umzusetzen ist, und man es auch TUT! Einfach Erfahrungen sammeln. Mit dem entsprechenden Wissen kann man sich jedoch so manchen Umweg sparen.
        Ich freue mich auf deinen neuen Artikel dazu, bin interessiert an deiner Sichtweise auf diese Dinge.
        Hab eine gute Zeit.
        Herzliche Grüße
        Elke

      • Elke

        Hallo Ralf,
        ja es hat lange gedauert, aber Zeit ist relativ 😉
        Habe den Artikel bereits gelesen und auch kommentiert.
        Bin immer gespannt auf Neues von dir hier im Blog.
        Alles Gute weiterhin.

        Herzliche Grüße
        Elke

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