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So hilft dir körpereigenes Insulin wirksam beim Abnehmen

von | 29. Sep 2016 | Intervallfasten, ketogene Ernährung | 4 Kommentare

Der Schlüssel zum langfristigen und nachhaltigen Erfolg ist das Hormon Insulin. Um es korrekt zu sagen — das Insulin das du NICHT im Blut hast. Sobald du isst und Kohlenhydrate im Essen sind, fängst du an das Hormon Insulin ins Blut abzugeben. Kohlenhydrate sind zum Beispiel Zucker, Nudeln, Brot, Reis etc.. Wie du diese Tatsache nutzen kannst um erfolgreich abzunehmen zeige ich dir hier auf.

Insulin und Kohlenhydrate

Sobald du diese Kohlenhydrate in der Nahrung zu dir nimmst, steigt dein Blutzuckerspiegel und du fängst an Insulin auszuschütten. Der Körper versucht so einen zu starken Anstieg des Blutzuckerspiegels zu verhindern. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel führt zu einer Entgleisung deines Stoffwechsels und du landest im sogenannten “hyperglykämischen Koma”. Das ist eine Ohnmacht/Bewusstlosigkeit durch zu viel Zucker im Blut. Kommt bei Diabetikern immer mal wieder vor und ist risikoreich. Bei Nicht-Diabetikern verhindert das körpereigene Insulin normalerweise diesen Zustand.Blutzuckerspiegel und Blutzuckerwerte

Denn ein zu hoher Blutzuckerspiegel ist potentiell sehr gefährlich. Deshalb wird das Hormon ausgeschüttet sobald der Blutzuckerspiegel ansteigt. Die Zellen werden durch Insulin aufgeschlossen und der Zustrom von Zucker aus dem Blut in die Zelle kann erfolgen. Insulin öffnet deine Zellen aber leider nicht nur für den Blutzucker — es öffnet die Zellen für alle Nährstoffe. Auch für Fett!

Gleichzeitig wird durch das Insulin die Leber angeregt aus dem Zucker im Blut Fett zu bilden und dieses ebenfalls in die Zellen auszulagern. Die Fettverbrennung wird vom Stoffwechsel im gleichen Moment gestoppt. Von Verbrennung wird auf Lagerung umgeschaltet. Insulin macht genau das, was du beim Abnehmen nicht haben willst. Es füllt deine Speicher und sorgt zusätzlich noch dafür, dass nichts vom Gelagerten verbraucht wird. Du wirst fetter.

Niedriger Insulinspiegel – hoher Abnehmerfolg

Aus dem oben gesagten geht klar hervor: Wenn du Gewicht reduzieren willst und dein Fett loswerden möchtest solltest du darauf achten den Insulinspiegel im Blut so niedrig wie möglich zu halten. Nur dann kann dein Stoffwechsel auf die gespeicherten Fettreserven zugreifen und dein Hüftgold reduzieren. Den radikalsten Effekt auf deinen Blutzuckerspiegel hast du, wenn du nichts isst. Fasten ist hier das Stickwort, idealerweise Intervallfasten. Keine Nahrungsaufnahme bedeutet zwangsläufig auch keine Kohlenhydrate und auch kein Anstieg von Blutzuckerspiegel und Insulin. Der Körper geht dann ans Eingemachte (was ja genau dafür eingemacht wurde).

Foto(s) Depositphoto: Frau mit Reagenzglas ©DragonImages

Über den Autor: 

Mein Name ist Ralf Gabler und ich arbeite als Heilpraktiker und Personal Fitness Trainer in Rottweil. So bin ich seit über 30 Jahren auf der Suche nach einfachen und funktionalen Rezepten, die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Fitness herstellen und erhalten.

Hier schreibe ich über die Techniken und Tricks, die dich auf einfache Weise schlank und fit machen. Konzepte und Anregungen, die dir helfen dein Körperfett zu reduzieren und deine Fitness (wieder) herzustellen. Immer mit dem Blick auf höchste Effektivität bei geringstem Aufwand.

4 Kommentare

  1. Michael

    Du beachtest nicht, daß ausweislich der Untersuchungen zum Insulin-Index auch Eweiße eine Insulin-Reaktion auslösen, die bei Fisch/Fleisch höher ist als die von (weißen) Nudeln. D.h. es ist grds. egal, ob man abends KH oder EW ist – beides führt zu Insulin im Blut.
    Außerdem wird nicht beachtet, da zwischen Abendessen und Schlafengehen meist mehrere Stunden liegen und die Insulinreaktion von KH eher kurzfristiger Art ist. D.h. auch wenn man zum Abendessen KH ißt, ist deren Insulinreaktion bis zum Schlafengehen längst Geschichte. EW werden dagegen deutlich länger verstoffwechselt was auch für deren Insulinreaktion nicht ohne folgen bleibt.

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    • ralfgabler

      Hallo Michael, danke für deinen Kommentar. Leider stimmen deine Aussagen nicht so wirklich. Mit einem hast du grundsätzlich recht, Eiweiß löst ebenfalls eine Insulinantwort aus. Diese ist mengenbereinigt aber NICHT gleich hoch wie bei KH. Die Zahlen die diesbezüglich im Umlauf sind sind nicht mengenbereinigt und damit nutzlos. Fakt ist auch – Eiweiß zusammen mit Kohlenhydraten erhöht die Insulinantwort. Also Kohlenhydrate weg und passt!

      Uhrzeiten sind völlig egal – du weisst ja “Kohlenhydrate wissen gar nicht wie spät es ist”. Ganz im Ernst, problematisch ist die grundsätzliche Insulinantwort. Zudem kannst du bei Übergewichtigen davon ausgehen das eine Insulinresistenz vorliegt. Deshalb spielt es sehr wohl eine Rolle.

      Du kannst mir aber gern erklären warum Typ 1 Diabetiker normalerweise sehr schlank sind (sehr wenig Insulin) und Typ 2 Diabetiker (Insulinresistenz und viel Insulin) meist übergewichtig sind. Dann merkst du vermutlich auch, warum das oben Geschriebene schon Sinn macht.

      Abgesehen davon empfehle ich im Intervall-Konzept eine low-carb, moderate protein, high fat Ernährung. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn sich mit Eiweiß zu mästen. Hauptenergieträger sollte Fett sein und ich glaube da sind wir uns bei der Insulinresponse auch wieder einig. Das die im Rahmen des Intervall-Konzeptes eingesetzte spezielle Intervall-Fastenvariante den Insulinspiegel ebenfalls massiv senkt, wirst du sicher auch nicht anzweifeln.

      Du siehst passt schon und das belegen die Erfolgsgeschichten auch sehr eindrucksvoll.

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  2. Maik

    Ich bin Diabetiker und mache seit zweieinhalb Monaten Intervallfasten (16/8) soweit es sich mit Unterzuckerungen in der Fastenphase vereinbaren lässt.
    In dieser Zeit habe ich jedoch lediglich 1-2 Kilo abgenommen (von 89kg auf 87kg bei 1,76m).
    Bin mit dem Ergebnis eher unzufrieden, da ich auch in der Essensphase versuche nicht über die Stränge zu schlagen und eher lowcarb esse.
    Inwieweit lässt sich Intervallfasten mit Diabetes vereinbaren und welche grundsätzlichen Tips könnten Sie geben?
    Ihre Artikel finde ich im übrigen sehr gut und aufschlussreich. Deshalb habe ich mich zu meine Fragestellung entschieden.
    Schöne Grüße Maik

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    • ralfgabler

      Hallo Maik,
      dank dir für deine Frage. Ich versuche mal soweit möglich ein paar Dinge zu beantworten:
      Diabetes und Intervallfasten ist bei Typ 2 Diabetikern meistens unproblematisch. Du solltest aber dennoch unbedingt mit deinem Arzt abklären. Typ 1 Diabetiker haben echte Probleme mit Fasten. Da ist das möglich, aber nur in extrem enger Abstimmung mit dem Diabetologen! Bei Typ 2 und Insulingabe muss das auch sehr fein abgestimmt werden, denn Unterzucker sollte eigentlich NICHT vorkommen.
      Abnehmen tust du grundsätzlich nur, wenn du weniger zu dir nimmst als du verbrauchst. Intervallfasten an sich, ist kein Garant für Gewichtsreduktion. Wenn du im Esszeitfenster genügend isst kannst du mit Intervallfasten auch problemlos zunehmen.
      Wenn dein Gewicht sich also nicht wie gewünscht entwickelt MUSS die Nahrung komplett getrackt werden. Das ist die einzige Möglichkeit sauber zu prüfen wie viel du essen kannst/darfst.
      Das war es dann soweit auch schon. Ausser vielleicht noch der Hinweis, dass Typ 2 Diabetes sehr häufig durch Gewichtsreduktion reversibel ist.
      Herzliche Grüße
      Ralf

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